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Gedenken am Volkstrauertag 2025
Am vergangenen Sonntag fand im Anschluss an die Sonntagsmesse die diesjährige Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag statt. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am Ehrenmal beim Friedhof, begleitet von den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine, dem Musikverein Bühlertann, dem Liederkranz Bühlertann sowie der Freiwilligen Feuerwehr. Gemeinsam gedachten sie der Opfer von Krieg, Gewalt, Terror, Flucht und Vertreibung.
Bürgermeister Florian Fallenbüchel erinnerte in seiner Ansprache an die Schrecken und das unermessliche Leid des Zweiten Weltkriegs, dessen Ende sich in diesem Jahr zum 80. Mal jährt. Er hob hervor, dass die letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ein wichtiges Vermächtnis hinterlassen, das bewahrt werden müsse. Aus den Trümmern von Krieg und Hass seien Frieden, Freiheit und ein vereintes Europa entstanden – ein Geschenk, das keine Selbstverständlichkeit sei, sondern Verantwortung einfordere.
Fallenbüchel richtete den Blick auch auf die Gegenwart und die aktuellen weltpolitischen Konflikte. Der Angriff Russlands auf die Ukraine, der Terror im Nahen Osten und zunehmende gesellschaftliche Spannungen zeigten, wie zerbrechlich Frieden sei. „Frieden braucht Wachsamkeit, Mut zur Wahrheit und Menschen, die Verantwortung übernehmen“, mahnte der Bürgermeister. Die Worte „Nie wieder!“ seien keine historische Formel, sondern ein Auftrag an uns alle, sich Hass, Extremismus und Geschichtsfälschung entschieden entgegenzustellen.
Einen besonders eindrucksvollen Beitrag leisteten die Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Bühlertann unter der Leitung ihrer Lehrerin Sonja Schimonek. Diese hatten sich im Vorfeld intensiv mit dem Thema Krieg beschäftigt – mit den Gefühlen, die Bilder und Nachrichten von Gewalt in ihnen auslösen, und mit der Frage, was Frieden im Alltag bedeutet. In ihren Texten machten sie eindringlich deutlich, dass Frieden nicht nur ein Wort bleiben dürfe. Ihre Gedanken zeigten, wie wichtig es ist, dass gerade junge Menschen das Erinnern wachhalten und Verantwortung für eine friedliche Zukunft übernehmen.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Musikverein Bühlertann unter der Leitung von Friedrich Mück sowie dem Liederkranz Bühlertann mit ihrer Dirigentin Magdalene Grimmig. Pfarrer Rolf Kurz schloss die Gedenkfeier mit einem Gebet, das die Bedeutung von Versöhnung und Mitmenschlichkeit hervorhob.




