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Karl-Heinz Eisert

Die Familie Karl-Heinz und Käthe Eisert kam 1975 in unserer Gemeinde in das Eigenheim, das ihre jüngste Tochter Christine und ihr Ehemann Gerd Ferdinand erbauten. Nach der Vertreibung aus der schlesischen Heimat zog die Familie Eisert zunächst nach Neumünster und 1952 nach Schwäbisch Gmünd, wo Karl-Heinz Eisert eine Anstellung in seinem Beruf als Schriftsetzer fand.

 

Zusammen mit seiner Ehefrau gab er 30 Jahre lang bis 1985 das „Groß Wartenberger Heimatblatt“ heraus, das anschließend vom Helmut Preußler-Verlag übernommen wurde und noch immer im z. Zt. 46. Jahrgang erscheint. Vielseitig waren auch seine ehrenamtlichen Tätigkeiten als Kulturreferent, als 2. und bis zu seinem Umzug nach Bühlertann als 1. Vorsitzender der Landsmannschaft Schlesien Schwäbisch Gmünd, seine Tätigkeit als Gutachter für Vertreibungsschäden und Mitglied im Verband der heimatvertriebenen Verleger, Sitz Frankfurt am Main. Er beschäftigte sich mit der Sammlung von Dokumenten und Bildern aus seinem Heimatkreis und war 1974 Herausgeber der Chronik „Groß Wartenberg, Stadt und Kreis“. Außerdem baute er eine Heimatkreiskartei auf, die vielen seiner Landsleute eine Hilfe in den verschiedensten Anliegen, sei es Suche nach Freunden, Verwandten oder ähnlichem, darstellte. Daneben war Karl-Heinz Eisert ein exzellenter Musiker. So hat er sich bereits in jungen Jahren über Arbeitsdienst, Militär- und Kriegszeit hinweg in erster Linie der Blasmusik verschrieben. Er leitete in seinem Ruhestand mit viel Engagement einige Jahre die Musikkapelle Fronrot, die er zu großem Aufschwung führte. Nach seinem Rücktritt (aus gesundheitlichen Gründen) wurde er zum Ehrendirigenten ernannt. Karl-Heinz Eisert hat sich ein Leben lang durch seine Arbeit für die schlesische Heimat und seine Liebe zur Musik verdient gemacht. Der schönste Abschluss und Höhepunkt für ihn jedoch war sein Einsatz zur Wiederinstandsetzung der durch Krieg und Nachkriegsschäden verursachten Zerstörungen an der evangelischen Kirche in seinem Heimatort Neumittelwalde, das heute Sycow heißt. Mit einer Gruppe gleichgesinnter Heimatfreunde suchte er private Geldgeber, die es möglich machten, dass diese Kirche im Herbst 1992 wieder eingeweiht wurde. Karl-Heinz Eisert ist im Alter von 88 Jahren am 10. Dez. 2000 verstorben und hat auf dem Friedhof seiner neuen Heimatgemeinde Bühlertann die letzte Ruhe gefunden. Für sein großartiges Lebenswerk wurde er bereits 1980 mit dem „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet.

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