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Dr. Hanns Becher

Dr. Hanns Becher ist am 5. Februar 1908 in Mainz geboren. Er hat nach dem Krieg in Bühlertann eine namhafte Küchenmöbelfabrik aufgebaut, die bis 1. Dez. 1982 bestand und teilweise bis zu 300 Arbeitnehmer beschäftigte.

 

Es handelte sich damals um den größten Betrieb, der nicht nur für unsere Gemeinde, sondern für die gesamte Umgebung von außerordentlicher Bedeutung war. Die Ansiedlung erfolgte im Jahre 1948. Zusammen mit der Zuweisung von Neubürgern, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, wurden damit die Weichen für die künftige Entwicklung der Gemeinde Bühlertann gestellt. Dr. Hanns Becher hat nicht nur die Grundlagen für die aufstrebende Entwicklung unserer Gemeinde gelegt, sondern war damals auch kräftiger Förderer der örtlichen Vereine. Durch großzügige Unterstützung konnte damit ein erster Sportplatz und auch ein Tennisplatz gebaut werden. 1972 wurde Dr. Becher für sein großartiges Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Dr. Becher verstarb leider allzu früh 1977 im Alter von 68 Jahren und hat auf dem Friedhof in Bühlertann seine letzte Ruhestätte gefunden.

Dr. Hanns Becher war studierter Jurist. Seine berufliche Laufbahn begann nicht in der Möbelindustrie, sondern bei einer Gesellschaft für Berg- und Hüttenwerke. Nach Kriegsende ging seine Arbeitsstelle im Osten verloren. Er begann deshalb auf dem Schloss Ellwangen Kinderspielzeug herzustellen. Im Herbst 1948 kam die Verlegung der ELLWANGER HEIMINDUSTRIE nach Bühlertann und damit der wirtschaftliche Frühling. Auf dem Gelände eines Landjugendlagers mit dem Torso eines halbausgebauten Hauses entstehen die ersten Betriebsstätten in Form von Baracken und Leichtbauhallen. Mit dem Anlaufen der Produktion in Bühlertann wird auch das Produktionsprogramm auf die Bedürfnisse der Zeit abgestellt, an Stelle von Spielzeug treten Hocker für die verschiedenen Flüchtlingslager. Davon werden 2 Millionen Stück erzeugt. Dazwischen wird kurzfristig auch die Fabrikation von Telefonzellen aufgenommen. All diese Erzeugnisse können jedoch nicht als Grundlage einer Fabrikation gewertet werden. Herr Dr. Becher sucht neue Wege für seinen Betrieb, die ihm die Gewähr für eine kontinuierliche Entwicklung geben und er findet sie. Zusammen mit Prof. Sepp Ruf, München, hat er die erste moderne deutsche Einbauküche entwickelt und auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet. Die Küchen wurden 1950 zunächst vom WK-Verband (= Verband von 80 führenden deutschen Einrichtungshäusern) später dann unter dem Namen „Regina“ über die AEG vertrieben. Leider hat diese Abhängigkeit von der AEG zum Betriebsende geführt, nachdem der AEG-Konzern 1982 einen Vergleichsantrag stellen musste und damals den Küchenvertrieb aufgab. Zwischenzeitlich existiert auch dieser ehemals bundesweit führende Elektrokonzern nicht mehr.

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