1550 bis 1650

Geschichtliches aus den Jahren 1550 - 1650

Wappen Bühlertann

Auch in religiöser Beziehung hatte sich Bühlertann zu regem Leben entfaltet. Obwohl die Pfarrkirche zum Hl. Georg schon vorhanden war, wurde im Jahre 1500 am westlichen Ortsausgang im Zuge der Befestigungsanlagen die wehrhafte Kapelle zu den Heiligen Gangolph, Leonhard und Ottilie erbaut. In ihrem Turm befindet sich heute noch aus dieser Zeit eine Glocke zu Ehren der heiligen Matthäus, Lukas, Markus und Johannes.

1510 verlieh Kaiser Maximilian I. dem Vogt und dem Gericht des Marktes Tannenburg-Bühlertann ein eigenes Wappen, das heute noch als Gemeindewappen geführt wird. Von der Reformation ab, die in Bühlertann keine Änderungen erbrachte, war Bühlertann besonders eng mit Ellwangen verbunden, weil engere Beziehungen nur noch zu dem katholischen Teil der Umgebung gepflegt wurden. Dies führte dazu, dass keine Vermischung der schwäbischen Bühlertanner mit den fränkischen Nachbarn eintrat, so dass heute noch die schwäbische Mundart unverfälscht neben der fränkischen der meisten Nachbarorte steht.

Gangolfkapelle

Im Bauernkrieg spielten die Vögte der Tannenburg eine bedeutende Rolle. Im 30jährigen Krieg versperrte Bühlertann den schwedischen Truppen den Weg von Hall nach Ellwangen. Aber nicht nur von Kriegen, sondern auch von Seuchen wurde die Gemeinde heimgesucht. In den Jahren 1634 und 1635 wütete die Pest in Bühlertann und raffte einen großen Teil der Einwohnerschaft hinweg. Die Höfe brachten nur noch wenig Ertrag, die Schulverhältnisse waren schlecht und die Chronik berichtet, dass der Mesner die Kinder recht und schlecht unterrichtet habe.

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