Gemeinde Bhlertann

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Thema Flüchtlinge hält viele von uns weiter in Atem. Auch die Kommunen im Landkreis Schwäbisch Hall sind mehr denn je gefordert, die neu ankommenden Menschen aufzunehmen, unterzubringen und zu betreuen. Bilder von der oft tragisch endenden Flucht übers Mittelmeer und der strapaziösen Balkanroute haben eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst.

Dank dem engagierten Einsatz der vielen ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer, die sich im Freundeskreis Integration einbringen, kann die Situation in der Gemeinde Bühlertann gut gemeistert werden.
Dennoch: Die Flüchtlingskrise bleibt eine der größten Herausforderungen der letzten Jahrzehnte, auch hier vor Ort. Aktuell leben in Bühlertann nur zwei Asylsuchende, Mitte/ Ende Februar werden voraussichtlich nochmals sieben weitere Flüchtlinge im Rahmen der Anschlussunterbringung untergebracht. Damit ist eine erste Zuweisungsquote der Anschlussunterbringung für 2016 erfüllt.
Die Gemeinde ist verpflichtet, den vor Krieg, Terror oder auch Armut geflohenen Menschen ein Dach über den Kopf zu bieten. Gemeindeeigene Gebäude und Flächen können hier natürlich nicht ausgenommen werden. Gerüchte über angeblich geplante Unterkünfte in der Bühlertalhalle oder anderen Gebäuden, die leider immer wieder auftauchen, sind jedoch kontraproduktiv und zumeist auch völlig haltlos.
Als Bürgermeister weiß ich um die gewachsenen sozialen Strukturen in der Gemeinde, die es – so gut wie irgendwie möglich – zu bewahren gilt. Das ist auch wichtig für die Akzeptanz der Aufnahme von Flüchtlingen in der Bevölkerung insgesamt.
Auch wird die Gemeindeverwaltung darauf achten müssen, dass nicht einzelne Wohngebiete oder Ortsteile die Hauptlast tragen, während andere Bürgerinnen und Bürger kaum von der Situation betroffen sind. Wir streben eine dezentrale und allgemeinverträgliche Unterbringung von Flüchtlingen an.
„Wir schaffen das, weil wir es schaffen müssen.“ Diesen Satz habe ich im Oktober 2015 bei der Information zur Flüchtlingssituation im Gemeinderat gesagt – und er gilt weiter. Natürlich fragt sich der eine oder die andere, ob das alles wirklich gut gehen kann. Ob es gelingt, das Zusammenleben der einheimischen Bevölkerung mit den neu ankommenden Menschen hinzubekommen. Die Frage der Integration wird auch dann ein ganz großes Thema bleiben, wenn die derzeitige große Fluchtwelle einmal abebbt.
Wenn Integration gelingen kann, dann hier in unserer ländlich geprägten Gemeinde Bühlertann, in der die Strukturen noch in Ordnung sind. Gerade den vielen Vereinen kommt hierbei eine Schlüsselfunktion zu.
Integration ist kein 100-Meter-Lauf, sondern ein Marathon. Zwei Dinge müssen zusammenkommen: Die Bereitschaft der einheimischen Bevölkerung, sich auf die neuen Mitmenschen einzulassen und ihnen bei der Eingewöhnung zu helfen – und die Bereitschaft der neu Ankommenden, die hier geltenden Regeln zu respektieren und sich anzupassen.   
Auch wenn ihn manche herbeireden wollen: Einen echten Stimmungsumschwung in der Bevölkerung kann ich zurzeit nicht erkennen. Die Hilfsbereitschaft ist groß. Wenn am Ende ein beherzter, aber zugleich auch pragmatischer Umgang mit der Flüchtlingskrise steht, ist viel gewonnen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, wie sich die Flüchtlingssituation in der Gemeinde Bühlertann darstellt. Daher werden auch künftig regelmäßig Informationsveranstaltungen stattfinden, bei denen über die geplanten Schritte informiert wird. Darüber hinaus können Sie sich stets über unsere Internetseite www.buehlertann.de informieren.
Fragen zur ehrenamtlichen Unterstützung und zu möglichen Spenden für die Flüchtlingsarbeit beantworten Gemeinderat und Moderator des Freundeskreises Integration, Herr Dr. Rainer Matysik unter Tel. 07973 / 9666-0, Mail GR.Matysik(@)buehlertann.de sowie Herr Bürgermeister Michael Dambacher, Tel. 07973 / 9696-0, Mail michael.dambacher(@)buehlertann.de. Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung in dieser besonderen Situation.
Michael Dambacher
Bürgermeister Gemeinde Bühlertann

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