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Buchsbaumzünsler ist immer noch ein Thema

Artikel vom 10.09.2018

Der Landkreis Schwäbisch Hall informiert

Buchsbaumzünsler ist immer noch ein Thema
Abfallwirtschaft bietet kostenlose Entsorgungsmöglichkeit
Der aus Ostasien eingeschleppte Buchsbaumzünsler treibt auch im Landkreis weiterhin sein Unwesen. Bereits im vergangenen Jahr gab es einen vermehrten Befall. Die warme Witterung führt nun zu einer weiteren Verbreitung. Der Buchsbaumzünsler überwintert als kleine Raupe in einem Kokon zwischen den Blättern des Buchsbaumes. Im Frühjahr schaben die jungen Larven an den Blättern und gehen dann in einen Blattfraß über. Sicher zu erkennen ist der Befall an den typischen Gespinsten und Kotresten an Blättern und Trieben. Bei extremem Befall kann es bis zum Kahlfraß der Pflanzen kommen und auch die Rinde wird angefressen. Die Raupen sind relativ gut getarnt und deshalb nur schwer in den unzugänglichen und dichten Buchshecken und –Kugeln zu finden. Die Ausgewachse Raupe ist bis zu 5 cm lang. Da es keine anderen Raupen auf Buchsbäumen gibt, sind Verwechslungen nicht möglich. In einem Jahr gibt es zwei Raupengenerationen. So sind Ende Mai die Raupen der ersten Generation ausgewachsen und spinnen sich ein. Mitte Juni schlüpft die zweite Raupengeneration und verursacht jetzt im Sommer den Hauptschaden. Eine regelmäßige Kontrolle der Buchspflanzen erlaubt das frühzeitige Erkennen des Befalls. Es empfiehlt sich, im Frühjahr (April), im Frühsommer (zur zweiten Raupengeneration) und evtl. nochmals im Herbst den Buchs verstärkt auf Neubefall zu kontrollieren. Bei Befallsbeginn oder nur geringem Befall kann das Herausschneiden von befallenen Pflanzenteilen (Raupen- und Puppennester) ausreichend sein. Größere Raupen lassen sich teilweise abschütteln, vom Boden aufsammeln und anschließend vernichten. Mit Buchsbaumzünsler befallene Pflanzenteile und Schnittgut gehören nicht auf den eigenen Kompost. Bei der Eigenkompostierung werden die für die Abtötung der Raupen und Larven erforderlichen Temperaturen nicht erreicht.

Buchspflanzen können kostenfrei über die Grüngutcontainer auf allen Wertstoffhöfen und Sammelplätzen für Baum- und Strauchschnitt entsorgt werden, wenn es sich um reine Monoanlieferungen handelt. Bei mit anderen Grünabfällen vermischten Anlieferungen wird eine Gebühr von 1,00 € pro 100 Liter erhoben. Eine Entsorgung ist auch über die braune Biotonne oder die Gartentonne möglich. Der Inhalt der Container und Tonnen wird in die Kompostwerke Obersontheim und Öhringen verbracht. Dort findet eine ausreichende Hitzeeinwirkung statt, so dass die verschiedenen Stadien des Buchsbaumzünslers sicher abgetötet werden. Um die Ausbreitung zu minimieren ist darauf zu achten, dass während der Lagerung der befallenen Pflanzenteile und der Entsorgung, die Raupen nicht in die Umgebung gelangen. Ende Mai und Mitte August, wenn die Larven bereits ausgewachsen sind, können sich auch an den abgeschnittenen Ästen noch Falter entwickeln. Aus diesen Gründen empfiehlt die Abfallwirtschaft das Schnittgut in Papiersäcke zu verpacken und diese fest zu verschnüren.

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Hinweis

Die Inhalte werden von der Gemeinde Bühlertann gepflegt. Bei Fragen oder Anregungen bitte an die Gemeinde Bühlertann wenden.

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74424 Bühlertann
Tel.: 07973 9696-0
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